Urlaubsziel im Fuerteventura-Lexikon

Noch nicht immer war die kanarische Insel Fuerteventura in der Touristenbranche bekannt. Während sie in den 70er Jahren als reine Auswandererinsel galt, sprechen heute die Buchungszahlen für sich und sie zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen und auch anderen Nationalitäten. Durch große Hungersnöte und lang anhaltende Dürreperioden konnte man es als Einheimischer in genannten Jahren kaum aushalten. Viele Inselbewohner suchten das Weite und verließen Fuerteventura. Hauptziel für viele Menschen waren Süd- und Mittelamerika. Nach der Schließung der einzigen Fischfabrik auf der Kanareninsel im Jahre 1988 sah man keine Perspektive mehr als Bürger. Hoffnung erlangte man durch den Aufschwung in den 80er Jahren und die Tourismusbranche wuchs mit stetiger Tendenz nach oben. Nach und nach entstanden immer weitere Hotelanlagen, die der Unterbringung und Verköstigung zahlreicher Urlauber dienen. Man kann aus Statistiken erkennen, dass immer mehr Menschen, hauptsächlich jedoch Deutsche, die Insel als Urlaubsziel in Betracht ziehen. Die immer wieder neu erbauten Ferienanlagen entstehen jedoch zum Leid der Naturschützer der Kanareninsel. Laut Angaben werden durch den Bau großer Gebäude viele Forstbestände verkleinert oder gar ganz gerodet. Das Lebensareal für Tiere wird demnach immer kleiner und Tierexoten sterben automatisch aus. Doch vergleicht man diesen Aspekt mit der gewinnbringenden Landwirtschaft, sind negative und positive Auswirkung des Auflebens Fuerteventuras nahezu im Einklang. Nahezu jeder Inselbauer hat es sich seither zur Aufgabe gemacht, die vielen Touristenstationen mit Ziegenmilch und anderen landwirtschaftlichen Erträgen zu beliefern. Dadurch erleben die einst verarmten Bauern einen wahren Aufschwung ihrer Branche. Ebenso lebt die Küstenfischerei durch den hohen Bedarf wieder auf.


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