Klima im Fuerteventura-Lexikon

Das Klima ist ganzjährig recht angenehm, diese Tatsache hat den Kanaren den Beinamen "Inseln des ewigen Frühlings" gebracht. Das Meer gleicht die zum Teil recht hohen Temperaturen wieder aus und die Passatwinde halten heiße Luftmassen aus der nahe gelegenen Sahara zum großen Teil fern. Manchmal zeigt sich hier auch der Scirocco. Die Insel Fuerteventura ist mit ihren 147 mm Regen pro Jahr im Vergleich der Kanaren sehr Arm an Niederschlägen. Die Wolken ziehen über die Insel hinweg, weil hier die Berge sehr niedrig sind. Noch weiter verstärkt durch die vielen Sünden der Vergangenheit wirkt sich das in jüngster Zeit vor allem auf die Landwirtschaft aus. Der Anbau der Tomaten wurde hier aufgegeben, nur noch Aloe Vera wird hier angebaut. Die Palmen sowie die anderen Gewächse, welche man auf den vielen Postkarten sieht, werden beinahe ausschließlich künstlich von den Abwässern vieler Hotels bewässert. Die zum Teil recht starken Regenfälle im Winter fließen, begünstigt durch eine fehlende Vegetation, zum größten Teil ungenutzt als auch ungebremst ins Meer. Die Erosion ist sehr hoch. Die Speicherbecken füllen sich mit Material auf, müssen somit ausgebaggert oder auch neu angelegt werden. Ein eigenwilliges Wetterphänomen ist der Scirocco. Er wird in Spanien auch Leveche genannt. Das ist ein heißer Südostwind, der aus der Sahara kommt. Während eines Scirocco steigen die Temperaturen manchmal sprunghaft an und die Luft wird sehr trocken. Ein Wind bringt feinen Sand, der schnell den Himmel verdunkelt. Er nimmt die Sicht bis hin auf 100 bis 200 Meter. Ein sehr starker Insektenbefall ist ein weiteres Phänomen.

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