Geschichte im Fuerteventura-Lexikon

Ab 3.000 v. Chr. war auch Fuerteventura von den Guachen bewohnt. Die erste Besiedlung der Region fand bereits ab dem 30. Jahrhundert v. Chr. statt, wobei es um das 11. Jahrhundert v. Chr. aller Wahrscheinlichkeit nach phönizische Seefahrer Waren, die hier eine Heimat fanden, was allerdings niemals eindeutig belegt werden konnte. Bereits um 850 v. Chr. wurde die Insel vom griechischen Dichter Homer als die Insel der Glückseligen beschrieben. Nachdem Lancelotto Malocella im Jahre 1312 auf Lanzarote landete, bracht er durch seine Reiseberichte die Spanier und Portugiesen auf die Idee, Expeditionen zu den Kanaren zu unternehmen. Daraufhin fanden sich auf Fuerteventura sehr viele europäische Goldsucher, Händler und auch Sklavenhändler ein. Im Jahre 1441 wurde auf der Insel das Franziskanerkloster Fortaventure gegründet und im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Insel immer wieder von Freibeutern und Piraten überfallen. Antigua wurde im Jahre 1834 die Hauptstadt von Fuerteventura und im Jahre 1852 wurde die Insel zur Freihandelszone erklärt. Seit dem Jahre 1927 ist Fuerteventura ein Teil der Provinz Las Palmas und ab dem Jahre 1966 hat sich der Tourismus hier breit gemacht. Im Jahre 1975 kam es zu einem Schreckensregime durch spanische Fremdenlegionäre und im Jahre 1982 erhielt die Insel ihren Autonomiestatus. Nachdem Spanien im Jahre 1986 der Europäischen Gemeinschaft beigetreten ist, bekam der Fremdenverkehr einen weiteren Aufschwung. So bilden die vielen Touristen seit dem Jahre 1990 die wichtigste Einnahmequelle der Insel. Die Fremdenlegionäre wurde erst man im Jahre 1996 wieder abgezogen. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch der Bauboom auf Fuerteventura seinen Höhepunkt gefunden.

Die Kanarischen Inseln, auch die Insel Fuerteventura, wurden durch Ureinwohnern bewohnt. Als ihre Herkunft vermutet man nordafrikanische Nordafrika. Seit dem 30. Jahrhundert vor Chr. findet hier eine erste Besiedlung in mindestens 2 Wellen statt. Im Jahre 1312 landete Lancelotto Malocello auf der Insel Lanzarote. Bedingt durch seine fantastischen Berichte brachen im Jahre 1340 Spanier als auch die Portugiesen mit Expeditionen zu den Kanaren auf. Diese Inseln wurden von Goldsuchern aus Europa, Händlern sowie Sklavenhändlern heimgesucht. Im Jahre 1402 begann der Normanne Jean de Bethencourt eine Expedition von der Insel Lanzarote aus. Die Insel hatte er vorher unterworfen. Im Januar des Jahres 1405 ließ sich der König Guize mit seinem Gefolge taufen. Nur einen Tag später folgte ihm König Ayoze mit sehr vielen seiner Einwohner. Manche der Könige verblieben auf der Insel. Sie bekamen hier sogar Ländereien zurück. Der Ort Betancuria wurde zur Hauptstadt der Insel. Im Jahre 1412 legte der Ort Béthencourt den Lehnseid vor dem spanischen Königshaus ab. Im Jahre 1424 wurde die Insel Fuerteventura aus rein politischen Gründen zum Bistum. Der hiesige Bischof trat sein Amt jedoch nie vor Ort an. Im Jahre 1430 wurde diese Ernennung zum Bistum für nicht gültig erklärt. Im Jahre 1441 kam der Mönch Didakus auf diese Insel. Er gründete das Kloster Fortaventure. Er gilt noch heute als Missionar der Guanchen. Im Jahre 1456 ging der Besitz auf seinen Erben, Diego Garcia de Herrera, über. Diego Garcia de Herrera sowie seine Nachfolger herrschten über die Insel und erschlossen sie. Eine wichtige Einnahmequelle war die Sklavenjagd an der Küste Nordafrikas.

Im Jahre 1708 war eine Gründung einer Militärherrschaft mit dem Sitz in La Oliva. Um das Jahr 1740 landeten Korsaren aus England bei Gran Tarajal. Sie wollten die Insel unterwerfen. In 2 Schlachten bei Tuineje wurden sie jedoch besiegt. Während des 17. als auch des 18. Jahrhunderts kam es immer öfter zu Überfällen von Freibeutern. Im Jahre 1834 wurde der Ort Antigua die neue Hauptstadt der Insel. Zu Beginn des Jahres 1835 wurde der Sitz der Verwaltung nach Puerto de Cabras, in das heutige Puerto del Rosario, verlegt. Im Jahre 1836 wurde die Herrschaft der Señores abgeschafft. Mitte des Jahres 1852 wurden die Kanaren von Isabella der II zur Freihandelszone gemacht. Die Herrschaft des Militärs über die Insel wurde im Jahre 1859 aufgelöst und die Stadt Puerto de Cabras wurde im Jahre 1860 schließlich die neue Hauptstadt von Fuerteventura. Im Jahre 1912 wurden den Kanarischen Inseln die Selbstverwaltungsrechte zugestanden. Die Insel Fuerteventura sowie auch die Insel Lanzarote wurden im Jahre 1927 ein Teil der Provinz Las Palmas. Im Jahre 1966 kamen die 1. Urlauber auf diese Insel. 1975 wurden rund 4.500 Fremdenlegionäre aus Spanien nach Puerto del Rosario versetzt. In den nun folgenden Jahren, führten diese Legionäre ein Regime des Schreckens. Hierbei wurden ein Bürgermeister sowie der Präsident der Inseln ermordet. Im Jahre 1982 bekamen die Kanaren einen eigenen Autonomiestatus. Mit dem Beitritt Spaniens zu EG wurde der Sonderstatus der Kanaren nochmals unterstrichen. Der Fremdenverkehr wurde 1990 zu der wichtigsten Einnahmequelle. Die Fremdenlegion wurde im Jahre 1996 wieder von der Insel Fuerteventura abgezogen.

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