American Star im Fuerteventura-Lexikon

Wer auf Fuerteventura genug vom Leben am Strand hat und auch nicht mehr unbedingt große Wandertouren unternehmen möchte, der sollte einen Tagesausflug zum Wrack der American Star unternehmen. Das Wrack befindet sich an der Playa de Garcey, die sich an der Westküste von Fuerteventura befindet. Über eine lange und recht staubige Piste kommt man zum Strand. Hier sollte man sehr vorsichtig fahren, denn schnell hat man sich den Unterboden vom Fahrzeug beschädigt. Besonders wenn man mit einem Mietwagen unterwegs ist, sollte man sich über die Versicherungsbedingungen informieren, den oftmals sind Schäden am Unterbogen vom Versicherungsschutz ausgenommen. Am Strand angekommen, kann man sein Auto auf dem Parkplatz abstellen und sich zu Fuß auf den Weg machen. Man kann zwar auch bis direkt an den Strand fahren, was aber nicht unbedingt zu empfehlen ist. Zudem hat man auf dem Fußweg bereits einen wunderbaren Ausblick auf das Wrack. Diese liegt vor der Küste wie ein Geisterschiff und doch war die ehemalige SS America ein sehr stolzes Schiff, als sie im Jahre 1939 vom Stapel lief. Mehr als 1.000 Passagiere hatten hier Platz. Im Jahre 1941 wurde das Schiff zum Kriegsdienst von der US-Navy eingezogen und war bis in die 1970er Jahre unter vielen verschiedenen Namen im Einsatz. Im Jahre 1933 erhielt sie ihren Namen American Star, der der letzte Namen sein sollte, denn 1994 wurde sie von einem Schlepper gezogen, dessen Abschlepptau bei Windstärke 12 brach und das Schiff auf die Westküste von Fuerteventura trieb. Hier lieft sie an der Playa de Carcey am 18. Januar 1994 auf. Das Schiff brach innerhalb von 48 Stunden zusammen und drehte sich im Laufe der Jahre in Richtung Strand. Heute sind nur noch einige Reste sichtbar und das auch nur bei Ebbe. Betreten darf man das Wrack nicht, auch wenn es nirgendwo Verbotsschilder gibt. Es sollen sehr empfindliche Strafen geben. Es gab in der Vergangenheit aber schon viele Menschen, die sich davon nicht abhalten ließen und das Geisterschiff genauer unter die Lupe genommen haben. Zudem wurde direkt nach der Strandung das Schiff ziemlich ausgenommen, wofür nicht nur die Einheimische verantwortlich waren, sondern auch das spanische Militär. Es bleibt abzuwarten, ob es irgendwann finanzielle EU-Mittel gibt, um das Schiff zu bergen und zu entsorgen oder ob es auf immer eine Touristenattraktion auf Fuerteventura bleibt.


Hauptseite | Impressum