Kanarische Küche im Fuerteventura-Lexikon
Die Ureinwohner von den Kanarischen Inseln stammten wahrscheinlich von den Berbern ab. Sie brachten Vieh sowie auch Saatgut mit auf diese Inseln. Es wurde besonders Gerste angebaut. Das Mehl aus den gerösteten Gerstenkörnern bildete die Grundlage der Nahrung. Es wird noch heute hergestellt und gegessen. In vielen Restaurants ist es die traditionelle Vorspeise. Weitere verfügbare Nahrungsmittel waren Wildfrüchte, Oliven, Hülsenfrüchte, Melonen, Feigen sowie Datteln. Es gab natürlich auch Fisch und Fleisch von Schafe oder von Ziegen. Die Essgewohnheiten der Ureinwohner, welche auf einer steinzeitlichen Entwicklungsstufe standen, wurden durch die Ankunft von Berber sowie von Europäer weiter beeinflusst. Griechen, Phönizier sowie auch Normannen haben diese Inseln wahrscheinlich entdeckt. Seit dem 13. Jahrhundert war dieses Archipel unter der Herrschaft von Portugiesen, Spaniern und Genuesern, die Spanier eroberten diese Inseln im 15. Jahrhundert. Seit jener Zeit waren die Kanarischen Inseln ein wichtiger Handelsort sowie ein Haltepunkt auf dem Seeweg in Richtung Mittel- als auch nach Südamerika. Die Spanier brachten die Kartoffel sowie Tomaten aus Amerika mit. Sehr viele der auf den Inseln noch heute kultivierten Kartoffelsorten kommen jener eigentlichen Sorten noch recht nahe. Auf der Insel Teneriffa findet man die typische einheimische Küche. Die dortigen Lokale sind noch am ehesten mit den uns bekannten Straußenwirtschaften zu vergleichen. Diese Wirtschaften sind oft nur während der Sommermonate oder auch im Frühherbstes geöffnet. Man findet jene "Lokale" in Garagen oder auch in kleinen Hütten, in den Städten trifft man sie eher selten, im Norden der Insel liegen sie meistens mitten in den Weinbergen.
Die typischen Gerichte auf der Insel Fuerteventura
Auf der Insel gibt es Fischzubereitungen in allen Variationen, die natürlich frisch gebraten oder gegrillt zubereitet werden, für jeden Gaumen findet man selbstverständlich etwas schmackhaftes, so wird auch der Stockfisch (Bacalao) gerne in Fischsuppen Suppen verwendet. Das Fleisch, vor allen Dingen Huhn, Zicklein, Kaninchen und Schwein, wird gerne eingelegt und zu einem wundervollen Braten verwendet. Nicht nur Tapas spielt auf der Insel eine beachtliche Rolle, nein auch die leckeren Salate, die aus Paprika, Gurken und Tomaten angerichtet werden und mit Öl, Essig, Salz und Pfeffer erst zum guten Schluss, am Tisch schmackhaft gemacht werden. Brot und Mojo, darf auf der Insel bei keiner Mahlzeit fehlen.
Das Gefrühstückt ist wie in vielen anderen Mittelmeerländern, ziemlich karg, denn die Einheimischen legen keinen großen Wert auf ein großartiges Frühstück.
Dafür gibt es mittags köstliche kalte Soßen, die Mojos genannt werden, die zum größten Teil aus Essig, Öl und Knoblauch zubereitet werden. Sie sind sehr abwandlungsreich und werden gerne zum Dipp und als Beilage zu den unterschiedlichsten Gerichten wie Fisch, Fleisch und selbstgebackenen Brot gereicht, natürlich auch zu den bekannten und sehr schmackhaften kanarischen Kartoffeln (papas arrugadas).
Der rote Mojo, besteht im Grunde aus Essig und Öl, Chili, Salz, Pfeffer, Paprikabrei sowie Kreuzkümmel und etwas Salz.
Der grüne Moro, erhält die Farbe durch Petersilie oder Korianderkraut, außerdem können Sie noch grünen Paprika oder Avocados beimengen. Abgeschmeckt wird es mit Cumium und Salz.
Und der Mojo de Queso, wird aus ausgereiften Ziegenkäse hergestellt, der sowieso schon seinen herben Eigengeschmack hat, aber wer will kann ihn auch gerne noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen.



